BUNDjugend Hessen  

Ernährung & Landwirtschaft

Die Ernährung an sich ist als Grundbedürfnis zum Lebenserhalt, aber auch zur Genussbefriedigung allgegenwärtig in unserem Alltag und wird dennoch oft nicht hinterfragt. Wo kommen die Lebensmittel und Produkte her, die wir im Supermarkt kaufen? Wie werden sie angebaut? Und wer ist für die Ernte und Weiterverarbeitung zuständig?

Neben dem steigenden Fleischkonsum haben sich in den letzten Jahren weitere besorgniserregende Trends in Sachen Ernährung abgezeichnet, dessen Folgen viele ausblenden. Auch die Abwendung von regionalen und ökologisch wertvollen Produkten, die Zerstörung der Natur durch Monokulturen, übersubventionierte Lebensmittelexporte aus Industrienationen und Nahrungsmittelspekulationen auf dem Weltmarkt verursachen enorme Probleme und stellen uns vor neue Herausforderungen. Hungersnöte, gentechnisch veränderte Lebensmittel und leidende Tiere sind nur einige Folgen der derzeitigen Entwicklungen.

Um diese Herausforderungen zu meistern und Lösungen zu finden, sind Politik und Wirtschaft gleichermaßen gefragt, wie jede*r Einzelne. Politische Proteste und Aktionen sind hierbei ebenso hilfreich und wertvoll, wie eine Veränderung des eigenen Einkaufs- und Essverhaltens. Mit dem Kauf regionaler, saisonaler und fair gehandelter Produkte kannst du viel bewegen. Aber auch Aspekte, wie der Verzicht auf Fleisch und unnötige Verpackungen, können eine Ernährungswende einläuten.

 

Warum bieten wir auf unserem Eine-Erde-Camp und bei vielen BUNDjugend-Treffen/-Seminaren auch eine vegane Alternative zu vegetarischen an?

Tierethik:

Es ist eine gängige Meinung, dass durch das Trinken von Milch und Essen von Eiern keine Tiere getötet werden müssen. Aber selbst bei Bio-Haltung oder freilaufenden Hühnern gilt: Sobald die Tiere nicht mehr genügend produzieren, werden sie geschlachtet. Die Tiere, die wir ausbeuten, fühlen und leiden wie wir und haben dieselben Bedürfnisse nach körperlicher Unversehrtheit und einem freien und selbstbestimmten Leben. Wenn wir die Rechte der Menschen auf diese Bedürfnisse anerkennen, müssen wir auch die Rechte anderer Tiere darauf anerkennen.

Ökologie:

Es gibt weit mehr „Nutz“tiere als Menschen auf diesem Planeten. Sie alle brauchen Nahrung, Luft und Wasser und produzieren Fäkalien. Nach den Studien der FAO und des Worldwatch-Instituts sind sie für bis zu 51% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Sie schädigen Ökosysteme und reduzieren die Biodiversität.

Welthunger:

Über 80% der weltweiten Sojaernte und ein Großteil der Getreideernte landen in Tiermägen. Um neue Anbauflächen zu schaffen, wird Regenwald gerodet. Gleichzeitig leidet fast eine Milliarde Menschen an Hunger.

Gesundheit:

Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und andere Krankheiten ist bei einer rein pflanzlichen Ernährung deutlich geringer. Auf die Vitamin B12-Versorgung sollte man jedoch achten.

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