Junger BUND: Obstbaumschnitt
Junge Menschen zwischen 27 und 36 Jahren haben sich getroffen, um Obstbaumschnitt zu lernen. Baumschnitt-Expertin Nicola erklärt einige Grundlagen zum Wuchs von hochstämmigen Obstbäumen und zu den Möglichkeiten, den Wuchs durch Schnittmaßnahmen zu beeinflussen.
Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen haben wir vom Jungen BUND und am letzten Februartag auf der Streuobstwiese des BUND Ortsverband Kelkheim-Liederbach getroffen. Als eine Gruppe von 27 bis 36jährigen naturbegeisterten Menschen, wollten wir gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas über den Obstbaumschnitt lernen. Dadurch haben wir gleichzeitig auch noch den Aktiven vom Ortsverband unter die Arme gegriffen, die die Wiese ehrenamtlich pflegen.

Nach der Begrüßung des BUND-Kollegen Andreas eklärte und die Baumschnitt-Expertin Nicola einige Grundlagen zum Wuchs von hochstämmigen Obstbäumen und zu den Möglichkeiten, den Wuchs durch Schnittmaßnahmen zu beeinflussen. Anschließend stellte sie die verschiedenen Werkzeuge und ihre Einsatzmöglichkeiten beim Baumschnitt vor.
Nach anfänglicher Zurückhaltung haben wir uns dann nach und nach doch alle getraut, den Bäumen mit Gartenschere oder Säge an die Krone zu gehen. Hochmotiviert und unter Anleitung der BUND-Aktiven konnten wir so erste Erfahrungen mit dem Schnitt von Apfelbäumen sammeln und hatten dabei jede Menge Spaß. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen!

In der Pause ließen wir uns den köstlichen selbstgemachten Apfelsaft schmecken, der von allen sehr gelobt wurde. Die Äpfel stammten von „unserer“ Streuobstwiese – regionaler geht`s also gar nicht!
Außerdem erklärte uns Jutta vom BUND-Ortsverband zwischendrin noch die Wildbienenwand, die die Aktiven aus Liederbach gebaut hatten. Die meisten Röhrchen, die als Rückzug für die Insekten dienen, waren belegt. Das zeigt, dass die Wand tatsächlich einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Insektenvielfalt in der Umgebun leistet.
Als krönenden Abschluss unseres Einsatzes pflanzten wir ein kleines Apfelbäumchen der Sorte „Sossenheimer Roter“. Wie es der Name schon vermuten lässt, ist die Sorte eine Lokalsorte, von denen es im Rhein-Main-Gebiet früher Hunderte gab. So konnten wir zum Erhalt der Sortenvielfalt beitragen und hoffen, das neue Bäumchen wächst gut an.

Es war ein rundum gelungener Nachmittag, an dem auch neue Kontakte geknüpft und Pläne für weitere Aktionen mit dem Jungen BUND geschmiedet wurden.