BUNDjugend Hessen - ... und jetzt noch die Erde retten!

Was war? Wie geht’s weiter?

Bad Nauheim, Oberursel, Frankfurt, Gießen und Sylt – soweit erst einmal! In diesen Städten gastierte die Aktionsstaffel bereits, mit Erfolg! Unsere Themen waren „Plastikfrei“ und „Lebensmittelverschwendung“. Wer weiß, vielleicht startet das Staffelholz auch bald schon in die nächste Runde?! Ihr seid gefragt! Wenn dir eine Idee für eine Aktion einfällt oder du Lust hast, an einer Aktion in deiner Stadt mitzuwirken, dann melde dich einfach bei uns über bundjugend.hessen(at)bund.net.

Außenstation: Sylt – „Der Müll muss weg!“

Auf unserer Nordseefreizeit „Sylt – Sonne, Strand und Mehr!“ machten wir uns noch einmal auf, den Plastikmüll zu bekämpfen!

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Die Gruppe mit 19 Jugendlichen aus ganz Deutschland und fünf Teamer*innen bewaffnete sich mit Müllsäcken und Handschuhen und schon ging’s los an den Strand.  Auf dem rund 4km langen Strandabschnitt sammelten wir alles auf, was wir nur finden konnten – und das war nicht wenig. Keine halbe Stunde dauerte es, bis die ersten Müllsäcke voll waren mit allerlei Plastikseilen, Fischernetzen, alten Kanistern, Schuhe und sogar ein mehrere Meter langer Gummischlauch war dabei!

Nach drei Stunden „Müllabfuhr“, kamen wir zu folgendem Fazit:

Obwohl die Kurverwaltung hier jeden Tag aufräumt, sind die Ausmaße der Vermüllung enorm: „Eigentlich kann man hier keinen einzigen Schritt gehen, ohne Müll aufheben zu müssen!“, so Niklas, einer der Teilnehmer. Was das an Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt und auch für die Menschen mit sich bringt, möchte sich wohl keiner ausmalen.

Hier findet ihr die Fotos unserer Aktion!

Gießen – „Willkommen zum Resteschmaus!“

Am 02. Mai 2015 luden wir nach Gießen in die Kü Ché zum Resteschmaus ein. Lest selbst!

AS Gießen Lebensmittel Kartoffel„GIESSEN – (ies). Pummelig und etwas schief kommt Herr Knolli daher, keine klassische Schönheit würde man sagen. Aber muss er deswegen abgeschoben, ja sogar entsorgt werden? – Um Missverständnissen gleich entgegenzuwirken, bei Herrn Knolli handelt es sich um eine Kartoffel, die im Zuge des Resteschmauses von Katharina Schön (FÖJ) und Lisa-Marie Bleike (Praktikantin) der BUNDjugend Hessen letztendlich in einer leckeren Kartoffelsuppe landete.

„Auf die Lebensmittelverschwendung in Deutschland und anderen Industrieländern aufmerksam machen“ war der Hintergrund der geselligen Aktion, die im Zuge der hessenweiten Aktionsstaffel der BUNDjugend unter Federführung von Katharina Schön ins Leben gerufen wurde. „Lebensmittel gehören nicht in die Tonne“ sind sich die jungen Organisatorinnen einig. Oft werden Gemüse- und Obstsorten schon vor dem Verfall aussortiert, da sie nicht gängigen Normgrößen- und Formen entsprechen. Auch Reste und Überproduktionen aus Lebensmittelbetrieben landen oftmals in der Mülltonne, obwohl sie eigentlich noch genießbar wären.

Kurzerhand haben die Beiden bei Bauern und Hofläden nach „ausgemustertem“ Gemüse gefragt. Ob zweibeinige Karotten, die zu „krumm“ für den regulären Verkauf sind, angestoßenes Gemüse mit kleinen Druckstellen oder Blattgemüse, welches schon ein wenig trocken ist. Und die Ausbeute kann sich sehen lassen. Auf den Tischen der Küche in der Moltkestraße türmen sich rotbackige Äpfel nebst knackigen Karotten, schmiegt sich Mangold an Brokkoli und Blumenkohl. Und alles aus biologischem Anbau. Zugegeben, manch braune Stelle oder Runzel zeigt sich schon, aber nichts, was nicht mit einem kurzen Messeschnitt behoben werden konnte.

Dafür haben die beiden Organisatorinnen tatkräftige Unterstützung. Rund 15 junge Leute der BUNDjugend und aus dem Freundeskreis haben sich zum Restekochen und anschließendem Schmausen eingefunden. Gesprächsthema am Küchentisch ist überall das Essen: „Können wir nicht aus den Möhrenschalen noch eine Gemüsebrühe kochen?“. Hier zeigt sich kreative Resteverwertung bis ins kleinste Detail. Lediglich die erdigen Kartoffelschalen kommen auf den Kompost. Und auch die Gemüsestücke, die Schimmel aufweisen, da geht der Gesundheitsaspekt natürlich vor.

Bei der reichhaltigen Kartoffelspende von Bauer Wilfried Stranz gibt es sogar bei Abholung auf dem Wochenmarkt noch lehrreiches Hintergrundwissen. So sind in seiner Spende sechs verschiedene Kartoffelsorten zu finden, von blauschaligen bis hin zu Riesenknollen. Und diese Besonderheiten regen auch die Fantasie der findigen Köche an: „Erst kurz vorher haben wir uns die Rezepte überlegt“, berichtet Katharina Schön, genau genommen auf der Rückfahrt vom Dottenfelder Hof in Bad Vilbel, der eine bunte Gemüsepalette zur Verfügung gestellt hat.

Und so gibt es nach gut zweistündiger Küchenarbeit ein reichhaltiges Dinner mit Kartoffelsuppe, Blumenkohl mit Mangold und zum Nachtisch ein Apfelkompott mit Birnenstückchen. Appetitlich, vegetarisch und so lecker, dass niemand auf die Idee kommen würde, es einfach in die Mülltonne zu kippen. So werden auch die Reste kurzerhand in Dosen verpackt und an weitere Freunde verschenkt. Eine Aktion, die nachhaltiges Nachdenken mit geselliger Unterhaltung verband.“

Gießener Anzeiger vom 04. Mai 2015: „Statt in den Müll in den Kochtopf“

Fotos, Fotos, Fotos!

Frankfurt – „Zu gut für die Tonne!“

Mit einem ungewöhnlichen Kühlschrank mitten auf dem Goetheplatz machte am vergangenen Samstag, den 25. April 2015, eine Gruppe der BUNDjugend Hessen auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam.

"Gehört der Käse wirklich AUF den Kühlschrank?" - Lebensmittelsortieren beim Kühlschrankquiz

„Gehört der Käse wirklich AUF den Kühlschrank?“ – Lebensmittelsortieren beim Kühlschrankquiz

Zahlreiche Passanten bestaunten neugierig den Aktionsstand „Verwendung statt Verschwendung“, an dem sie nicht nur Infomaterial und leckere Reste-Rezepte ergattern, sondern das Gelernte auch direkt in die Tat umsetzen und überprüfen konnten: Entweder sie traten im Lebensmittelverschwendungs-Quiz gegeneinander an und stellten sich spannenden Fragen oder sie nahmen die Herausforderung des Kühlschrank-Spiels an, bei dem sie falsch sortierten Lebensmitteln den richtigen Platz zuordnen mussten. „Es ist sehr wichtig, dass man Bananen und Äpfel getrennt voneinander lagert, da letztere Ethylen absondern und so zur vorzeitigen Reifung umliegender Obstsorten beitragen und diese schneller faulen lassen“, erklärte Melissa, die das Spiel moderierte. Zu gewinnen gab es „Verwender“-Orden und Bio-Bonbons aus einer Mini-Mülltonne, die symbolisch für noch zu rettende Nahrungsmittel standen.

Eine Mutter und ihre zwei Kinder waren so begeistert, dass sie gleich beide Quiz durchspielten und zeigten, wie viel sie schon zum Thema wussten. Andere hingegen waren überrascht, dass viele Lebensmittel weggeworfen werden, bevor sie überhaupt in den Supermarktregalen landen. „Ungefähr 40% werden allein aufgrund kleiner Mängel, wie Form oder Größe, aussortiert. Dabei könnte man sie ohne Probleme verzehren“, so Amin, der sich seit mehreren Jahren für die BUNDjugend engagiert. Für die vielen Aktiven aus Frankfurt und Umgebung war der Nachmittag ein voller Erfolg.

Mit dieser Aktion ist die Aktionsstaffel auch in Frankfurt angekommen. Nächstes Wochenende soll das Aktionsstaffelholz nach Gießen weiterwandern, wo zu einem Resteschmaus überzähliger Lebensmittel eingeladen wird. Unterstützt wird Katharina bei der Planung und Umsetzung von Lisa-Marie, die als Praktikantin im Rahmen ihres Studiums an der französischen Universität in Aix en Provence diese Aktionen mitorganisiert.

—–> Hier geht’s zu den Fotos von unserem Aktionsstand!

+++ Danke an alle, die mitgemacht haben!!! +++

Oberursel – „Plastic – it’s not fantastic!“

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Am 21. März 2015 war die Aktionsstaffel in Oberursel unterwegs!

Vielen Dank an alle, die dabei waren und mitgeholfen haben, dass unsere Aktion so erfolgreich abgelaufen ist!!

 

Unser Bericht (mit dem wir es auch in die Oberurseler Woche geschafft haben):

 

 

 

„Plastic – it’s not fantastic!“ – Erfolgreiche Anti-Plastik-Aktion der BUNDjugend Hessen

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Am 21. März veranstaltete die BUNDjugend Hessen im Rahmen ihres Aktivenwochenendes, den „Frühlings-Interaktiv-Tagen“, in der Oberurseler Vorstadt einen kreativen Infostand zum Thema Plastikkonsum und seinen Folgen. An jenem Samstagvormittag konnten sichInteressierte während der dreistündigen Aktion dem Wetter zu trotz auf vielfältige Weise der Problemstellung nähern. So war ein dreidimensionaler Pappmaché-Fisch zu bestaunen, dessen Bauch mit diversen Plastikkleinteilen, Spielzeug und Müll gefüllt war und besonders bei Kindern große Begeisterung auslöste. Er brachte ihnen die Problematik von Plastik im Meer und in der Nahrungskette näher.

Außerdem konnten Passanten die Höhe des jährlich in Deutschland anfallenden Hausmüllberges komprimiert auf die Fläche eines Fußballfeldes schätzen und raten, wie lange Alltagsgegenstände aus Plastik, zum Beispiel eine handelsübliche Babywindel oder eine Quietscheente, im Meer brauchen, bis sie sich in Mikroplastik-Partikel zersetzen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Organisatorin der Aktion Katharina Schön, die zur Zeit ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) bei der BUNDjugend leistet und den Plastik-Infostand im Rahmen ihres FÖJ-Projektes „Aktionsstaffel Hessen“ erarbeitete, ist erstaunt, wie wenige Besucher dem tatsächlichen Wert nahe kamen: „Viele Menschen schätzten die Verrottungszeit zwischen fünf und 70 Jahren. Tatsächlich dauert es über 450 Jahre, bis sich Plastik zersetzt. Das ist aber nur ein theoretischer Richtwert; wirklich ausprobiert hat es ja noch keiner.“

 

Aber auch positive Aspekte und die Nützlichkeit beziehungsweise Unverzichtbarkeit von Plastik in vielen Bereichen kamen nicht zu kurz.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAußerdem verteilten die rund zwanzig Aktiven aus ganz Hessen rote und grüne Karten, je nachdem, ob die samstäglichen Einkäufe der Fußgänger in einer Plastiktüte oder in einer umweltfreundlichen Alternative, z.B. einem Rucksack, transportiert wurden. Die Karten enthielten neben Lob oder Kritik außerdem auch noch ein „1×1 der Plastik-Klugscheißer“ sowie einen Tipp für die Zukunft.

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Selbst Bürgermeister Hans-Georg Brum, der unweit des Plastikstandes seinen Wahlkampf betrieb, kassierte für die Plastikverpackung der an seinem Stand zu verschenkenden Rosen und Plastikbeutel, in welchen weitere Wahlkampfgeschenke steckten, eine rote Karte. Er gelobte jedoch Besserung.

Co-Organisatorin Alexandra Struck, Mitglied des Jugendlandesvorstandes der BUNDjugend, resümiert den Erfolg der Veranstaltung: „Die Resonanz der Aktion und die Wissbegierde der Vorbeikommenden war erstaunlich. Auch haben sich viele spannende Dialoge ergeben, sodass auch wir von der Veranstaltung profitieren konnten.“

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Die Aktionsstaffel im AktivInfo!

In der Frühjahrsausgabe des AktivInfos wurde über die Aktionsstaffel berichtet:

AktivInfo Artikel Aktionsstaffel

Bad Nauheim – „Plastikfrei?!“

Am 08. Februar 2015 fiel der Startschuss für die Aktionsstaffel in Bad Nauheim! Unser Thema: „Plastikfrei?“

Jährlich werden allein in Europa 60 Millionen Tonnen Plastik produziert. Plastik ist schön, Plastik ist praktisch. Jedoch nicht für unsere Gesundheit und schon gar nicht für die Umwelt.Im Meer gibt es inzwischen mehr Plastik als Plankton. Das Plastik sammelt sich zu riesigen Müllstrudeln an und Fische, Wale, Vögel und ihre Artgenossen halten es für Nahrung. Sie fressen den Müll und verhungern deshalb mit vollem Magen.

Auch in unserem Blut können Spuren von Plastik nachgewiesen werden.

Bad Nauheim Handzettel

Bei „Plastic Planet“ handelt es sich um einen vom BUND unterstützten Film.