BUNDjugend Hessen - ... und jetzt noch die Erde retten!

Atom-Alarm in Frankfurt

Am 26. Juli 2010, rund 3 Monate nach der Umzingelung des Atomkraftwerkes Biblis, war die BUNDjugend Hessen wieder bei einer Anti-AKW-Aktion mit dabei:  In 60 Wahlkreisen Deutschlands machten insgesamt rund 5000 Menschen tüchtig Lärm vor den Büros ihrer schwarzen (CDU/CSU) und gelben (FDP) Bundestagsabgeordneten, um diese zum baldigen Abschalten der deutschen Atomkraftwerke zu bewegen anstatt diese, wie derzeitig von der Regierungskoalition geplant, noch mehr als 30 Jahre weiterlaufen zu lassen.  Hille, Nina und ich, Sybille, reihten uns ein in die bunte Mischung von etwa 40 Demonstranten, unter denen auch zahlreiche Greenpeace-Mitglieder, Linke-Anhänger und Grüne waren. Mit Trillerpfeifen, Trommeln und Tröten machten wir einen laustarken Spaziergang zum Frankfurter Büro des FDP-Politikers Hans-Joachim Otto. Erfreulicherweise nahm dieser sich sogar etwa 30 Minuten Zeit, um mit uns zu sprechen. Leider beharrte er stur auf seinen erwiesenermaßen unhaltbaren Argumenten: Deutschland könne auf die Atomenergie nicht verzichten, dürfe nicht von Energieimporten abhängig werden und außerdem sei die Atomkraft absolut klimafreundlich. Auf die Gegenargumente der Aktivisten ging er leider überhaupt nicht ein. Er ignorierte unsere Aussage, bei der Gewinnung des nötigen Uran würden riesige Mengen klimaschädlicher Treibhausgase frei, und auch auf die Frage nach einem sicheren Endlager für den Atommüll wusste er keine Antwort. Wir hatten den Eindruck, Herr Otto spräche brav das aus, was ihm sein Parteiprogramm vorgibt, ohne den Bürgern, die er ja eigentlich gewissenhaft im Bundestag vertreten soll, zuzuhören und sich um ihre Sorgen zu kümmern.

Trotz der Unbeweglichkeit Herrn Ottos hat uns diese Aktion mal wieder gezeigt, wie stark man in der Gruppe sein kann, vor allem, wenn man laut seine Meinung verkündet.

Eine nächste Großaktion wird übrigens am 18. September in Berlin stattfinden. Dort soll der Bundestag umzingelt werden. Unser Ziel: Atomkraftwerke abschalten und endlich den Weg frei machen für erneuerbare Energien!